Spanien

Um zu verstehen, warum Spanien heute so ist, wie es die vielen Urlauber erleben, muss man einen kleinen Exkurs in die Geschichte des Landes machen. Über die Rolle Spaniens als überragende Seemacht und die nicht gerade ruhmreiche Rolle des Landes in Südamerika wird an anderen Stellen ausführlich berichtet.
Doch für das heutige Spanien war das 19. Jahrhundert das entscheidende. Nach dem Spanisch-Amerikanischen Krieg im Jahre 1898 gab es einen mehrfachen Regierungswechsel. Die Liberalen und die Konservativen lösten sich immer wieder ab. Diese Zeit war auch der Beginn der separatistischen Bewegungen im Baskenland, aber auch in Katalonien mit seiner Hauptstadt Barcelona.

Das 20. Jahrhundert krempelte Spanien völlig um. 1931wurde die Monarchie abgeschafft, und in Katalonien und vor allem im Baskenland nahmen die Unruhen an Stärke zu. Von den Separatisten abgesehen, kam es zu noch friedlichen Machtkämpfen zwischen der linksorientierten Volksfront und der rechtsradikalen Nationalen Front. Im Jahre 1936 siegte bei den Parlamentswahlen die Volksfront knapp und leitete große Boden- und Kirchenreformen ein.

Das Zentrum der rechten Nationalen Front verlagerte sich in den von Spanien besetzten Teil von Marokko. Von dort aus versuchten die Rechtsradikalen einen Armeeputsch. Der blutige spanischen Bürgerkrieg nahm seinen Anfang und hielt bis in das Jahr 1939 an. Das Ausland sah dem Bürgerkrieg nicht tatenlos zu. Die Nationale Front wurde von den italienischen Faschisten und von den deutschen Nazis unterstützt. Die Sowjetunion schlug sich auf die Seite der Volksfront. Internationale Brigaden von Freiwilligen aus ganz Europa, aber auch aus Amerika unterstützten die linke Volksfront.

General Francisco Franco wurde schnell zum Führer der Rechten, und er befahl die Besetzung des Baskenlandes, Asturiens und vor allem der Industriezonen in Nord-Spanien. Hitler versprach Franco seine Unterstützung und ließ durch deutsche Flugzeuge Guernica in Schutt und Asche legen.

Am 1. April 1939 erklärte Franco den Bürgerkrieg für beendet. Hunderttausende von Toten waren der Preis für den Sieg der Nationalisten unter General Franco. Deutschland und Italien unterstützten Franco diplomatisch und weiterhin auch militärisch mit Ergebnis, dass in Spanien eine Diktatur errichtet wurde. Der alleinige Herrscher war General Franco.

Im Zweiten Weltkrieg verweigerte Franco Hitler jedoch jegliche militärische Unterstützung. Das Franco-Regime wurde nach dem Zweiten Weltkrieg politisch völlig isoliert. Doch schon zu beginn des so genannten Kalten Krieges im Jahre 1953 wurde trotz der oft gnadenlosen Diktatur Spanien ein treuer Verbündeter der USA, die aus Dankbarkeit Spanien 1955 den Beitritt zur UNO ermöglichten.

Der Wandel von der Diktatur zur Demokratie wurde aus der Not geboren. Spaniens Wirtschaft lag am Boden, und die Arbeitslosigkeit stieg von Jahr zu Jahr. Franco erlaubte deshalb seinen Bürgern, in Deutschland und anderen Ländern als Gastarbeiter anzuheuern. Vor allem die deutsche Industrie klagte damals über den großen Mangel an Arbeitskräften.

Doch der Diktator erkannte noch eine wesentlich bessere Chance, um Spaniens Wirtschaft nach vorne zu bringen: den Tourismus. Und der Tourismus war es auch, der Spanien aus der Isolierung führte. Vor allem die Balearen wurden aufgrund ihrer Nähe zum europäischen Festland als Touristengebiete bevorzugt ausgebaut.

1969 wurde Juan Carlos, der blaublütige Bourbone von Franco zu seinem Nachfolger bestellt. Warum auch immer, Franco wollte die Rückkehr Spaniens zur Monarchie, ohne seinen politischen Einfluss zu verlieren. Erst als der Diktator 1975 starb, machte sich Juan Carlos daran, in Spanien die parlamentarische Demokratie zu installieren.

Entscheidend war das Jahr 1978 als sich das Land eine demokratische Verfassung gab und die ersten freien Parlamentswahlen durchgeführt wurden. Doch das Ende von 40 Jahren Diktatur war alles andere als problemlos. Gab es doch noch viele Franco-Anhänger, die ihre Pfründe davon schwimmen sahen. König Juan Carlos war es aber, der an vorderster Stelle die Demokratie verteidigte und Spanien zu einem vollwertigen Mitglied der europäischen Staatengemeinschaft machte.

Es gelang auch, die jahrelange Unterdrückung der Basken und Katalanen friedlich zu beenden. Beide erhielten einen autonomen Status innerhalb der spanischen Regionen. Der militärische Flügel der baskischen ETA kämpft jedoch nach wie vor für einen eigenen baskischen Staat – auch mit Gewalt.

Die autonomen Regionen Katalonien und Baskenland führten wieder ihre eigenen Sprachen ein: Immer mehr wird Katalan zur Sprache Nummer Eins - auch auf den Balearen, die wiederum mit einem eigenen Dialekt das Sprachengewirr vervollständigen. Und im Baskenland wird Spanisch bald nur noch eine untergeordnete Rolle spielen.

Der Ausbau des Tourismus begann schon zu Francos Zeiten in rasantem Tempo, aber nach seinem Tod wurde dieses Tempo noch erhöht. Der Massentourismus begann mit dem Ausbau der Flughäfen und wurde durch die Billigflieger weiter erhöht.

Die Bausünden der „neuen Zeit“ sind heute noch überall zu sehen. Spanien wurde aber auch zu einem Land der Immobilien-Spekulanten, die schnell erkannten, dass vor allem die Balearen eine Goldgrube sind. Allen voran Mallorca. Und trotzdem haben die Balearen noch viel von ihrer Ursprünglichkeit behalten.

Auch die Küstenregionen und die Kanarischen Inseln profitierten von dieser Entwicklung. Von der Costa Brava bis hinunter an die Costa del Sol ist Spanien ein einziges Urlaubsland geworden. 2007 waren es fast elf Millionen Urlauber, und 2008 sollen es noch mehr werden. Doch Spanien ist so groß, dass man Platz für noch mehr Gäste hat.

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